Bist Du selbst oft eine Zicke?

Nein, ich meine nicht als chinesisches Horoskoptier 
und nein, ich meine auch nicht Dein Verhalten, wie Du den Menschen da draußen entgegen trittst.
Ich meine stattdessen, die zickige, häßliche Stimme in Deinem Kopf, die immer dann laut wird, wenn Du etwas nicht hinbekommst.


Typisch für die Stimme des zickigen Inneren Kritikers sind folgende Selbstbezichtigungen:
-„Das ist ja wieder einmal typisch für mich…“
-„War ja klar, dass sowas genau mir passiert…“
-„Ich bin wirklich zu doof….“

Das Komplizierte an der inneren Zicke ist es, dass Du sie nicht einfach stehen lassen und den Raum verlassen kannst, denn dummerweise hat sie es sich in Deinem Oberstübchen so richtig gemütlich gemacht.
Sie fühlt sich sehr wohl in Deinem Kopf und lässt keine Gelegenheit aus, Dir selbstschädigende Gedanken einzuflüstern in Momenten, in denen Du Dich eh schon schwach fühlst.

Für viele von uns ist die inneren Zicke übrigens eine „alte Bekannte“, die sie schon sehr lange mit sich herumtragen. 
Denn oft hat die innere Zicke eine Stimme, die wir gut kennen z.B. die der ewig kritisierenden Mutter/Vater oder die Stimme eines Lehrers oder auch einer anderen strafenden Person häufig aus Kindertagen und Schulzeiten.

Sie schlägt immer dann zu und sät hinterhältige Zweifel an uns selbst, wenn wir etwas zum Positiven ändern wollen, uns weiterentwickeln wollen oder einfach nur mehr zu uns selbst stehen wollen.

Doch jetzt ist damit Schluß!

Mit diesen drei Tipps schaffst Du es, Deine innere Zicke an die Kandare zu nehmen und Dir nicht weiter von ihren fiesen Einflüsterungen Deinen Selbstwert und Deine Selbstsicherheit ruinieren zu lassen.

1. Hello again!

Erkenne, wann sich bestimmte „Zickengedanken“ in Dein Denken schleichen und sei gnädig mit ihnen!
Begrüße sie und schicke sie dann mit einem milden inneren Lächeln auf die hinteren Ränge deiner Lebensbühne und verdonnere sie zu Stillschweigen.

2. Gedankenstopp!

Diese probate Methodik kommt aus der Psychotherapie und geht so:

Jedes Mal, wenn Du befürchtest, dass das selbstabwertende und negative Zickendenken Deine Gedankenwelt zu übernehmen drohen , sagst Du laut „STOPP!“.
Ich persönlich kombiniere es auch gerne mit einem beherzten Klaps auf meinen Oberschenkel, was keine Selbstbestrafung darstellt. 
Es ist vielmehr ein liebevoller Reminder, dass ICH meine Gedanken im Griff habe und NICHT meine Gedanken mich!

Damit unterbrichst Du die fiesen Zicken-Gedanken und ersetzt sie mit positiven Gedanken, die Du auch gerne ausdiskutieren kannst.

3. Diskutiere mit Deiner inneren Zicke!

Stell’ Dir vor, Du hast eine Idee, bist Feuer und Flamme, doch die innere Zicke grätscht dazwischen, plötzlich quälen Dich die Selbstzweifel und Du bist schon drauf und dran Deine Idee wieder zu begraben?
Dann erstelle eine Pro- und Kontra-Liste, die Dir dabei hilft, Deine innere Zicke zu entmachten.
Deine Zicke flüstert Dir ein:
„Das schaffst Du eh nie! Versuch’ es erst gar nicht! Denkst Du im Ernst, die warten da draußen auf Dich?“

Dann suche Gegenargumente wie z.B.:
„Ich bin nicht „die Anderen“! Ich versuche es in jedem Falle, dann brauche ich mir später nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben. Ich gebe mir die Chance! Zu 50% klappt das!“

Behalte im Umgang mit Deiner inneren Zicke die Nerven!
Sie wird sich nicht von heute auf morgen in ein lammfrommes Rehlein verwandeln. 

Du kannst jedoch mit viel Übung der Punkte 1-3 ihre unerwünschten Einmischungen in Form von negativen Gedanken immer besser kontrollieren und stoppen.
…weil Du fabelhaft bist!